Nierensteine: Können sie den Versicherungsabschluss gefährden?
Bei Nierensteinen handelt es sich um eine häufige Erkrankung des Harntraktes, die bei ca. 5 % der Menschen in Deutschland auftritt. Die Größe und gesundheitlichen Auswirkungen der sogenannten Nephrolithen können dabei stark variieren. Worum es sich genau bei Nieren- und Harnsteinen handelt und ob sie für Versicherungsanträge relevant sind, erfahren Sie in diesem Artikel.
1 So entstehen Nierensteine:
Diese Beschwerden können Nierensteine verursachen:
Nierensteine machen sich häufig durch Schmerzen bemerkbar, wenn sie in den Harnleiter gelangen. Beim Ausscheiden von sehr kleinen Steinen können beim Wasserlassen leichte Schmerzen entstehen. Ist der Nierenstein jedoch größer, können deutlich stärkere und langandauernde Schmerzen (sogenannte Nierenkoliken) auftreten, die auch in andere Körperregionen ausstrahlen. Des Weiteren gehören Übelkeit, Schweißabbrüche, Fieber und Blut im Urin zu den weiteren Symptomen von Harnsteinen.
Bei Nierensteinen, die je nach Lokalisation auch zu Harnsteinen werden können, handelt es sich um kristalline Ablagerungen, die durch eine zu eiweißreiche Ernährung, Vitamin- und Flüssigkeitsmangel und Übergewicht entstehen können. In der Medizin werden die unterschiedlichen Nierensteinarten nach der chemischen Zusammensetzung (z. B. Magnesium-Ammonium-Phosphat oder Harnsäure) kategorisiert. Die chemische Gruppe bestimmt auch die Oberflächenstruktur, Form, Größe und Farbe des Nierensteins.
2 Welche gesundheitlichen Folgen können Nierensteine bergen?
Oft werden Nierensteine vom Körper mit der Zeit ohne Probleme ausgeschieden. Jedoch existieren auch Fälle von größeren Steinen, die nur operativ entfernt werden können. Bei jedem zweiten Patienten besteht allerdings innerhalb der ersten zehn Jahre ein Rückfallrisiko. Daher sollten Betroffene nach einer erfolgreich abgeschlossenen Behandlung ihre Ernährungsweise nachhaltig ändern. Wird der Nierenstein nicht behandelt, kann es zu einer Verstopfung des Harnleiters führen, die im schlimmsten Fall Infektionen oder Entzündungen hervorrufen kann.
3 Nierensteine und Versicherungen
Sollten Sie in Ihrem Leben lediglich einmal von einem Nierenstein betroffen sein, der keine weiteren Komplikationen verursacht hat, wird dieser in der Regel seitens sämtlicher Versicherer nicht als Gesundheitsrisiko eingestuft. Handelt es sich allerdings um eine wiederholte Erkrankung und/oder sind im Zusammenhang mit Nierensteinen Folgeerkrankungen aufgetreten, könnte sich dies auf den Versicherungsabschluss auswirken.
Zur Einschätzung des genauen Risikos müssen Interessenten häufig einen Fragebogen über Harnwegs- und Nierenerkrankungen ausfüllen. Von der genauen Art des Nierensteins, über den Erkrankungszeitraum und die Behandlung, bis hin zum aktuellen Vorliegen von Beschwerden enthält der Bogen eine Vielzahl von Fragen rund um die Krankheit.
4 Sie benötigen professionelle Unterstützung?
Vorerkrankungen können in vielen Fällen die Antragstellung in den unterschiedlichen Versicherungen erschweren. Jedoch sollten sich Interessenten deswegen nicht entmutigen lassen, nach dem passenden Versicherungsschutz zu suchen. Denn wir begleiten und unterstützen unsere Mandanten vor und nach Ihrem Versicherungsabschluss, der Ihnen dank unserer besonderen Vorgehensweise ermöglicht wird. Für ein kostenloses und unverbindliches Gespräch stehen wir Ihnen daher gerne telefonisch oder schriftlich zur Verfügung!