Neurodermitis: Eine relevante Erkrankung für Versicherer?

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung, die häufig bei Kindern auftritt und bei manchen bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt. Die Symptome der Erkrankung können je nach Ausprägung die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Worum es sich genau bei der Neurodermitis handelt und wie sie in den unterschiedlichen Versicherungsarten gehandhabt wird, behandeln wir im nachfolgenden Artikel.

1 Das Wichtigste über Neurodermitis

So äußert sich Neurodermitis:
 

Bei Neurodermitis handelt es sich um eine der häufigsten Hautkrankheiten, die bei Betroffenen meistens bereits im ersten Lebensjahr beginnt. In sehr vielen Fällen verschwindet die Erkrankung mit den Jahren, während sie einige auch noch im Erwachsenenalter begleitet. In der Regel treten die Symptome wie beispielsweise Juckreiz, Ekzeme, trockene Haut, Risse und Knötchen in Schüben auf. Die Beschwerden werden dabei häufig durch Allergene (z. B. Wolle, Tabakrauch, bestimmte Lebensmittel oder Reinigungsmittel), Witterungsbedingungen oder Stress ausgelöst.

Bei der Erkrankung an Neurodermitis spielt die genetische Veranlagung eine große Rolle. Allerdings ist dies nicht der einzige Faktor, da in den letzten Jahrzehnten die Anzahl der Erkrankten stark zugenommen hat. Aus diesem Grund wird davon ausgegangen, dass Umweltfaktoren wie eine zu intensive Hygiene ebenfalls zur Entstehung der Hauterkrankung beitragen. Weiterhin wurde beobachtet, dass bei Betroffenen von Neurodermitis die Schutzfunktion der Hornschicht gestört ist, was die Intensität der Symptome verstärken kann.

 

In Deutschland waren 2011 6,5% der Allergiker von Neurodermitis betroffen
Quelle: ECARF (2012)

2 Wie wirkt sich Neurodermitis auf das alltägliche Leben aus?

Bei starken Ausprägungen einer Neurodermitis können neben den körperlichen Beschwerden wie Juckreiz auch psychische Belastungen auftreten, da sich die Symptome auf die Schlafqualität und Konzentrationsfähigkeit auswirken können. Dies kann u. a. zu Beeinträchtigungen im Beruf führen und im schlimmsten Fall sogar die Entstehung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen begünstigen. Darüber hinaus liegen bei Betroffenen von Neurodermitis häufig weitere Allergien wie Heuschnupfen und Asthma vor.

Um Schübe vorzubeugen bzw. zu lindern, können Betroffene versuchen, die Auslöser so gut wie möglich zu vermeiden und einer auf Neurodermitis abgestimmte Hautpflege nachgehen.

3 Kann Neurodermitis den Versicherungsabschluss gefährden?

Man könnte zunächst meinen, dass Hauterkrankungen für Versicherungsabschlüsse irrelevant seien, jedoch ist dem in der Praxis nicht so.  Auch Neurodermitis muss bei einer Vielzahl von unterschiedlichen Versicherungsarten angegeben werden. Häufig kommt dabei zur genaueren Einschätzung ein Bogen zu Allergien und/oder Hauterkrankungen zum Einsatz, bei dem das Vorliegen bestimmter Krankheitserscheinungen wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Ekzeme und Heuschnupfen abgefragt werden. Sollten eine oder mehrere Krankheitserscheinungen vorliegen, so sind weitere Details wie die Häufigkeit und Intensität der Symptome und in welchen Situationen diese auftreten erforderlich. Weiterhin sind Informationen zur Behandlung der Neurodermitis wie ärztliche Untersuchungen und Medikamenteneinahmen ein wichtiger Teil des Fragebogens. Sollten Sie aufgrund der Hauterkrankung eine längere Zeit arbeitsunfähig gewesen sein, so sollte dies ebenfalls unbedingt angegeben werden.

In vielen Berufsunfähigkeitsversicherungen liegt bei Neurodermitis eine Ausschlussklausel vor. Bei der Risikolebensversicherung sorgt eine Erkrankung in der Regel allerdings für keine Probleme bezüglich der Annahme.

4 Sie benötigen ein Informatives Gespräch zu Ihren Versicherungsoptionen?

Auch bei Neurodermitis besteht in manchen Versicherungsarten die Gefahr eines Ausschlusses. Damit Sie jedoch trotz Erkrankung das beste Versicherungsangebot finden, bieten wir unseren Kunden einen kostenlosen und unverbindlichen Service an. Hierbei ist uns eine Zusammenarbeit mit unseren Mandanten auf Augenhöhe besonders wichtig. Für ein persönliches Gespräch können Sie uns daher gerne via E-Mail oder telefonisch kontaktieren!

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